Indikatorarten (Flora/Fauna) rheinland-pfälzischer Weinanbaugebiete

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Autoren: Gerhard Roller/Elke Hietel/Desiree Palmes/Tobias Wölfl/Lena Bolle/René Bonn

Diese Broschüre hat das Ziel, Winzer bei der selbständigen Kartierung Ihrer Bestände zu unterstützen. Sie informiert den Benutzer zudem über mögliche Besonderheiten, Vorlieben, bevorzugte Lebensräume und Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung. Im Rahmen des durch die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz geförderten Projekts wurden typische Artenvorkommen und Lebensraumtypen von Pflanzen- und Tiergesellschaften der sechs Weinanbaugebiete analysiert. Im Folgenden werden Ihnen diese ermittelten Arten vorgestellt.

Die Broschüre ist erhältlich bei:

Technische Hochschule Bingen
Hermann-Hoepke-Institut
Berlinstr. 109
55411 Bingen

Preis – Broschüre : 6,- Euro
Nähere Informationen zur Bestellung: s.kolb@th-bingen.de

Handlungsleitfaden zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts für Weinbaubetriebe

Während für die Erfassung und Bewertung von Nachhaltigkeitsaspekten in der „traditionellen“ Landwirtschaft bereits eine Reihe von Instrumenten zur Verfügung stehen, existieren im Bereich des Weinbaus bislang keine einheitlichen Vorgaben dazu.

Vor diesem Hintergrund hat das Hermann-Hoepke-Institut der Technischen Hochschule Bingen eine auf den Weinbau bezogene Anpassung der Vorgaben der Global Reporting Initiative, einem internationalen Standard in der Nachhaltigkeitsberichterstattung, vorgenommen. Der entwickelte Kriterienkatalog als ein praxisnahes eigenständig durch die Betriebe anwendbares Instrument, soll Betrieben zukünftig ein speziell auf Ihre Strukturen anwendbares Nachhaltigkeitsreporting ermöglichen.

Der Handlungsleitfaden gibt Antworten auf die Frage, wie die inhaltlichen Grundlagen für den Bericht erhoben werden können (Bestandaufnahme). Er verhilft Weinbaubetrieben, anhand einer Anleitung für den Berichtsprozess und eines weinbauspezifischen Kriterienkatalogs einen selbständig ihrer Bewirtschaftungsweise angepassten Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Er umfasst die gesamte Wertschöpfungskette, vom Anbau über die Kellerwirtschaft bis zum Vertrieb. Darüber hinaus enthält er Tipps zur Darstellung der Ergebnisse im Bericht und zu seinem Einsatz in der Kundenkommunikation.

 

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Autoren: Gerhard Roller/Ludger Nuphaus/Desiree Palmes

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Gerhard Roller & Desiree Palmes M.Sc.
Tel.: +49 (0)6721 409 810
E-Mail: d.palmes@th-bingen.de


Ermittlung eines Product Carbon Footprints in der Weinwirtschaft als Beitrag zur Verbesserung einer klimaschonenden Weinproduktion

carbonfootprint

Autoren: Christoph Friedrich und Desiree Palmes

Der Klimawandel stellt heute für die Politik, Wirtschaft, Forschung und auch für die Gesellschaft eine zentrale Herausforderung dar. Um besonders emissionsintensive Phasen und Prozesse identifizieren zu können, wurde der Product Carbon Footprint (PCF, CO₂-Fußabdruck) entwickelt. In einer Masterarbeit wurde für das Staatsweingut Bad Kreuznach des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Rheinhessen- Nahe-Hunsrück (DLR-R.N.H) ein PCF erstellt. Parallel dazu erfolgte innerhalb einer Bachelorarbeit die Erhebung bzw. Bilanzierung eines Steillagenanbaus in einem ökologisch arbeitenden Weinbaubetrieb. Die Schrift umfasst die wesentlichen Ergebnisse beider Studien und eine zusammenfassende Bewertung der Handlungsoptionen für Winzer, ihre Produktion klimaverträglich zu optimieren. Es richtet sich an Praktiker und diejenigen, die sich mit Fragen der Anwendbarkeit der Methodik eines Carbon Footprint in der Weinwirtschaft befassen.

Dieses Buch ist erhältlich bei:

SVH Verlag
Süddeutscher Verlag für Hochschulzeitschriften
Heinrich-Böcking-Str. 6-8
66121 Saarbrücken
Fax: 0681/37202710

nur bestellbar über: www.morebooks.de

Link zur Internetseite SVH Verlag:
https://www.svh-verlag.de/site/fachhochschule-bingen/55


CO₂ – Emissionsrechner im Weinbau

(in Form eines standardisierten Excel-Tools)

Das Instrument des CO₂-Fußabdrucks kann den Winzern wertvolle Hinweise auf Energie- und Treibhausgas-Einsparpotentiale geben. Durch eine effiziente Verarbeitung des Erntegutes kann die Weinwirtschaft in der Anbauphase, sowie in den weiteren Verfahren der Kellerwirtschaft, die durch einen intensiven Maschinen- und Energieeinsatz geprägt sind, zur Minderung der THG-Emissionen beitragen.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung geförderten Projektes www.pcf-kmu.de wurde von Christoph Friedrich und Desiree Palmes der „Emissionsrechner im Weinbau“ entwickelt.

Die ermittelten Daten und Systemgrenzen zweier produktbezogenen Ökobilanzierungen bildeten die Grundlage für die Entwicklung des „CO₂-Rechners“ in Form eines standardisierten Excel-Tools, um interessierten Winzern die Möglichkeit zu eröffnen, eigenständig einen produktbezogenen Kohlendioxid-Fußabdruck für ihre Weine zu ermitteln.

Die Bilanzierungen für einen konventionellen und ökologischen Rieslinganbau umfasste die gesamte Außenwirtschaft, beginnend bei der Pfropfrebenerzeugung über die Herrichtung der Jung- und Ertragsanlage bis zur Rodung der Altanlage. Alle kellerwirtschaftlichen Produktionsschritte vom Keltern bis zur Flaschenausstattung wurden ebenso erfasst wie die Vertriebswege der Weine.

Der Aufbau des CO₂-Emissionsrechner

Über eine Einstiegsseite hat der Benutzer die Möglichkeit zwischen 2 Modulen zu wählen.

Das erste Modul 1 – Datenblätter zur Erhebung des produktbezogenen CO₂-Fußabdruckes – besteht aus zehn erarbeiteten Datenblättern (mit Bezug auf dem Weinbau). Diese dienen der Erhebung des Energieeinsatzes und zur nachfolgenden Berechnung des Product Carbon Footprints. Enthalten sind entsprechende Ergänzung bzw. Anpassung in Richtung des ökologischen Weinanbaus. Die Datenblätter sind im angepassten druckbaren Format für die betriebseigene Erhebung hinterlegt.
Das Modul 2 – Datenerfassung und Berechnung des CO₂-Fußabdruckes – ist ein elektronisches Tool, das die Erfassung folgender Prozessphasen einer Weinflasche ermöglicht:

  • Erfassung von Basisdaten des Betriebes
  • Art und Menge/Herstellung/Transport der Materialien zur Weinbergsanlage
  • Herrichtung und Bewirtschaftung der Weinberganlage
  • Art und Menge/Herstellung/Transport der Rohstoffe zur Weinherstellung und der Verpackungsmaterialien
  • Weinproduktion in der Kellerwirtschaft
  • Transport des Weins zum Kunden, unterschieden in verschiedene Vertriebsarten (Auslieferung, Spedition, LKW, Zug, Schiff, Flugzeug)
  • Nutzungsphase durch den Kunden (inkl. Einkaufsfahrt)
  • Entsorgung -bzw. Recyclingphase

Nach Abschluss der Datenerfassung der einzelnen Prozessphasen berechnet das Programm nun für jede Lebenszyklusphase den Product Carbon Footprint als Ergebnis, ausgegeben in CO₂-Äquivalenten.

Der Emissionsrechner ist gegen eine Schutzgebühr von 23 Euro beim Herrmann-Hoepke-Institut der Technischen Hochschule Bingen erhältlich.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Gerhard Roller & Desiree Palmes M.Sc.

Tel.: +49 (0)6721 409 810 oder -363
E-Mail: d.palmes@th-bingen.de